Schon im Sommer fiel mir bei Bergtouren in den Lechtaler Alpen die Schönheit des Lechtales auf, sodass ich plante, die Gegend bei gutem Licht zu fotografieren. Der Fluss schlängelt sich an vielen Kiesbänken entlang, was mit den hohen Bergen in der Umgebung immer wieder toll aussieht. Der Morgen zum 21. Februar sollte mit -15°C noch ziemlich winterlich werden, bevor es in den darauffolgenden Tagen mit Warmluft dem vielen Schnee ganz schön an den Kragen gehen wird. Daher nützte ich die 2 Tage noch, um mein Vorhaben endlich umsetzen zu können. Während zum Abend noch (zu) viele Wolken herumhangen, passte am Morgen dann fast alles - wobei ein paar Wölkchen nicht schlecht gewesen wären :-) Doch zumindest dampfte der Lech aufgrund der kalten Temperaturen ordentlich.

 

Bevor nun in den nächsten Tagen die seltene eisige Wetterperiode von starken Schneefällen abgelöst wird, verschlug es mich am Sonntag nochmal ins Allgäu. Unerwarteterweise befand sich an diesem Tag noch eine Nebelschicht über dem Alpenvorland, sodass sich meine Sonnenaufgangsbilder nicht umsetzen ließen. Machte aber nichts, diese Gelegenheit hatte ich die Woche zuvor gehabt. Somit gibt es an dieser Stelle Nebelbilder, erneut mit viel Raureif bei -18°c.

 

Während der letzten Schneefälle am 28. Januar stellte sich die Wetterlage bereits grundlegend um: Ein mächtiges Hoch mit Kern über Russland baute sich auf. Einige Tage später war dann auch schon die eiskalte Luft aus Sibirien, die sich an der Südflanke des Hochs in Bewegung gesetzt hatte, vor unseren Türen. Die Tageshöchstwerte sanken immer weiter ab, morgens fiel oft die -20°C-Marke. Am 5. Februar war es dann morgens perfekt für eine Fototour. Dabei musste man sich warm einpacken, Temperaturen von -18°C sorgten bei Wind für eine gefühlte Temperatur von bis zu -35°C. Dazu gab es jede Menge Raureif, der sich über die Tage durch Stratuswolken ab 1000m überall angesetzt hatte.

 

Insgesamt gestaltete sich der Januar von den letzten Tagen abgesehen recht unwinterlich. Zum 15. Januar reichte es aber bei kälteren Temperaturen dennoch für eine anständige Fototour im Alpenvorland.

 

Das neue Jahr startete mit Orkan Andrea richtig windig. Um nicht nur 90km/h Böen im Flachland zu haben, ging ich diesmal dort hin, wo der Wind eines solchen Orkantiefs richtig seine Kraft entfalten kann: auf einen Berggipfel in den Alpen. Am Dienstag, 2 Tage vor dem Sturm, habe ich schon mal den Berg angeschaut um die Örtlichkeiten zu kennen, was bei dieser erwarteten Extrem-Wetterlage auf jeden Fall notwendig ist. Am Donnerstagmorgen dann ging es los. Ziel war das hintere Hörnle (mit 1548 Meter nicht der höchste Berg, aber völlig ausreichend; ausgesucht auch daher, da ein Aufstieg auf freien Wiesen und wenig bewaldetem Gebiet vorhanden ist). Aus dem Regen unten im Tal wurde während des Aufstiegs dann mehr und mehr Schnee, der Wind nahm zu. Nach einiger Zeit war es dann auch schon geschafft. Am exponierten Gipfel waren die Windböen natürlich am stärksten, bei einem Mittelwind von 80km/h gab es zahlreiche Böen bis über 120km/h, teilweise bis über 150km/h. Am Nachmittag, während eines Schneeschauers, maß ich dann die stärkste Böe mit 155km/h. Stehen kann man da nicht mehr richtig. Nun aber zu den Bildern!

 

Nach längerer Zeit ohne Fotografieren und somit ohne Bericht gibt es an dieser Stelle wieder ein paar neue Bilder. Durch das alles andere als winterliche Wetter im Flachland musste man sich schon in höhere Lagen begeben um zu erkennen, dass man sich jahreszeitlich gesehen mitten im Winter befindet. Somit ging es am 27. Dezember in die Ammergauer Alpen. Nach 5 Stunden Aufstieg (das Einsinken in bis zu 80cm hohen Schnee war schon recht nervig) und dem Graben einer Schneekuhle als Übernachtungsplatz konnte ich dann endlich auch mal fotografieren.

 

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