Eine längere Phase mit hochnebelartiger Bewölkung zum Monatswechsel sorgte zwar in tieferen Lagen für langweiliges Dauergrau bei leichten Plustemperaturen, doch dort, wo die Landschaft in Nebel getaucht war und die Temperaturen unter 0°c sanken, herrschte tiefster Winter...

 

Das Lechtal ist wie ich finde eines der schönsten und natürlichsten Täler in den Nordalpen. Nachdem ich bereits letzten Winter dort fotografieren war, ging es in den Faschingsferien wieder dorthin um besondere Lichtmomente einzufangen. Das Wetter spielte dabei sehr gut mit: abziehender Schneefall und Auflockerungen abends sorgten für eine tolle Stimmung...

 

Letztes Wochenende am Freitag und Samstag gab es vorerst die letzten kalten Wintertage, bevor am Sonntag und Montag eine Warmfront bis in die Hochlagen schöne Winterstimmungen zunichte machte. Ob ich wirklich noch zum Fotografieren aufbrechen sollte oder nicht hing von der Höhe der Nebeldecken ab, die sich am Tag zuvor gebildet hatten - eine auf etwa 2500m, eine Weitere lag mit ca. 1100 Metern Höhe deutlich tiefer. Erst am Freitag Abend wurde klar, dass die höhere Nebeldecke sich über Nacht auflösen sollte, während die Tiefere noch bis zum nächsten Morgen erhalten blieb - also waren perfekte Bedingungen für eine Tour geschaffen. Als wir gegen 0 Uhr schließlich am Gipfelniveau ankamen, nebelte es sich oben plötzlich eine Zeitlang wieder zu - vom Lindertal kamen immer mehr Nebelschwaden hochgezogen. Erst nach längerer Wartezeit waren dann schließlich auch Aufnahmen mit Sternenhimmel und nur noch vereinzelten Nebelschwaden möglich.

 

Während ich im Dezember 2012 aufgrund von Zeitmangel eher weniger zum Fotografieren kam (das Wetter war ebenfalls oft ungeeignet für winterliche Landschaftsaufnahmen) startete ich mit einer 2-Tages-Tour frisch in das neue Jahr. Ausgesucht hatte ich mir den Ochsenälpeleskopf in den Ammergauer Alpen - eine machbare Wintertour. Nach knapp 4 Stunden Gehzeit war es endlich geschafft - das Ziel war erreicht. Bis Mitternacht wurde fotografiert...

 

Oft ist es bei nachlassendem Schneefall mit anschließendem Zwischenhocheinfluss so, dass im Laufe der Zeit die Wolkenschichten allmählich absinken und man über 1500-2000 Meter Höhe Sonnenschein genießen kann. Da die Wetterlage an diesem Wochenende ähnlich aussah, machte ich mich abends noch auf den Weg auf einen Gipfel in den Ammergauer Alpen. Der Neuschnee der letzten Tage sorgte für einen mühsamen Aufstieg, doch als ich endlich am Gipfel nachts angekommen bin, wurde es neblig - ein Zeichen, dass die Wolken absinken. Während es am Schlafplatz nahezu die gesamte Nacht starken Nebel gab, sank dieser wie erhofft am Morgen entgültig auf ca. 1300 Meter ab. Über mir auf ca. 2400 Meter Höhe befand sich derweil noch eine andere Wolkenschicht - eine tolle Tour!

 

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