Das neue Jahr startete mit Orkan Andrea richtig windig. Um nicht nur 90km/h Böen im Flachland zu haben, ging ich diesmal dort hin, wo der Wind eines solchen Orkantiefs richtig seine Kraft entfalten kann: auf einen Berggipfel in den Alpen. Am Dienstag, 2 Tage vor dem Sturm, habe ich schon mal den Berg angeschaut um die Örtlichkeiten zu kennen, was bei dieser erwarteten Extrem-Wetterlage auf jeden Fall notwendig ist. Am Donnerstagmorgen dann ging es los. Ziel war das hintere Hörnle (mit 1548 Meter nicht der höchste Berg, aber völlig ausreichend; ausgesucht auch daher, da ein Aufstieg auf freien Wiesen und wenig bewaldetem Gebiet vorhanden ist). Aus dem Regen unten im Tal wurde während des Aufstiegs dann mehr und mehr Schnee, der Wind nahm zu. Nach einiger Zeit war es dann auch schon geschafft. Am exponierten Gipfel waren die Windböen natürlich am stärksten, bei einem Mittelwind von 80km/h gab es zahlreiche Böen bis über 120km/h, teilweise bis über 150km/h. Am Nachmittag, während eines Schneeschauers, maß ich dann die stärkste Böe mit 155km/h. Stehen kann man da nicht mehr richtig. Nun aber zu den Bildern!

 

 

Nach einer recht schlaflosen Nacht hieß es dann morgens erstmal das Zelt vom Schnee befreien - die Stimmung draußen war genial. Immer noch orkanartige Böen an den exponierten Stellen, dazu Nebel, Reif, Schneefall und Schneefegen - totaler White Out. Wer da keine Ortskenntnis hat, hätte ein Problem. Geht es hier bergab? Oder doch bergauf?