Ich bin froh, dass es inzwischen Ende März ist und der Frühling mit etwas höheren Temperaturen in den vergangenen Tagen Einzug gehalten hat - Winter brauche ich da eigentlich keinen mehr. Trotzdem machte ich von Sonntag auf heute eine 2-Tages-Tour in den Ammergauer Alpen: Neuschnee, der in der Nacht auf Sonntag gefallen war, machte die Landschaft noch einmal winterlich und die Wetterkarten zeigten, dass sich die Wolkendecke (wie oft bei solchen Wetterlagen) ab Sonntagabend immer weiter absenken sollte. Der Vorteil eines solchen Nebelmeers ist - im Gegensatz zu einer langandauernden winter- bzw. herbstlichen Inversionswetterlage - dass die Wolkengrenze meist deutlich höher liegt und man somit ganz andere Stimmungen erleben kann, da selbst die Alpentäler und sogar manche höheren Berggipfel im Nebel verschwinden. Nach einem Anstieg im Nebel und Zweifel ob das alles nach Plan laufen wird, passierte es einige Zeit vor Sonnenuntergang: Die Nebelgrenze sank immer weiter ab, sodass ich schließlich auch auf 1700 Meter über dem Nebel war - von den darauffolgenden Stunden sollen nur die Bilder erzählen...

 

Die Dämmerung war äußerst intensiv - dazu noch vereinzelte Nebelschwaden, die über den Grat zogen und die Klammspitze dazu machten mein Lieblingsbild für diesen Tag perfekt.

 

Richtung Osten sank der Nebel auch immer weiter ab und ich konnte endlich zum ersten Mal fotografieren, wie Nebel von einem Tal ins Andere (aufgrund unterschiedlich hoher Nebelgrenzen) floss...

 

Dann wurde es allmählich dunkel...

 

 

..und auch irgendwann wieder hell. Zuerst ein kaum sichtbarer grauer Schleier. Dann, plötzlich blau. Und weiß. Und rot. Es dämmerte.